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Last Update: 2017 - 03 - 20





4. AEK am 6. & 7. 10. 2001 in Nürnberg

Für die Daheimgebliebenen und alle anderweitig Interessierten habe ich hier kurz meine persönlichen Eindrücke von der 4. AEK (sprich: ÄK) zusammengefasst.

Freitag 05.10.2001

Ankunft

Schon am Freitag Abend vor der AEK versammelten sich eineige Teilnehmer in Arvena Park Hotel in Nürnberg, dem traditionellen Veranstaltunsort der AEK. Auch wir trudelten so gegen 19:00 Uhr dort ein und stärkten uns erstmal im Hotelrestaurant für den kommenden Abend. Später wird dann in der Hotelbar bei Bier, Wein und Caipirinha geschnackt und gefachsimpelt, was das Zeug hält. - Bis bereits um 1:00 Uhr die Hotelbar schließt und nur noch einige Hartgesottene im Foyer des Hotels gemeinsam den Abend ausklingen lassen.

Samstag 06.10.2001

Sönke Petersen - Neuheiten in AX

Einer der jüngsten Teilnehmer stellt das jüngste Mitglied der Access-Familie vor. - Sönke Petersen präsentiert uns die neue Features in Access 2002. Printer Object, Undo-Event, File-Dialog, Pivot-Charts; es ist schon einiges an Features hinzugekommen, die uns AX schmackhaft machen sollen. Nachdem uns Sönke in die neuen Details von AX eingeweiht hat, bleibt zuletzt nur die philosophische Frage, ob wir nun endlich guten Gewissens der Legende Access97 den Rücken kehren können, offen.

Markus Eischeid - Webanbindung in der Praxis

Access und das Web. - Zahlreiche Ausprägungen und Facetten dieser Thematik beleuchtet Markus Eischeid bei der Vorstellung eines umfangreichen Webprojektes mit Access, MS-SQL-Server und Active-Server-Pages. Besonders erfrischend stach die ungewöhnliche, aber kreative, Idee heraus, die Daten aus einer lokalen Access DB in eine im WWW liegende SQL-Server DB über HTTP-Posts an eine ASP-Seite zu übertragen.

Christoph Wille - .NET-Strategie und ASP.NET

.NET komme und alles wird gut sein. - Deutlich merkt man Chris seine Begeisterung für das .NET-Framework und ASP.NET an. Neben der obligatorischen Vorstellung des .NET-Frameworks liegt der Schwerpunkt auf ASP.NET. "Das ist zu schön um wahr zu sein.", geht es wohl vielen Zuhörern durch den Kopf. Doch Vollprofi Chris, für den .NET längst schon tägliche Praxis ist, schafft es seinem Vortrag die Glaubwürdigkeit zu verleihen, die vielen anderen, die das Wort von .NET verkünden, fehlt. Nebenbei präsentiert er als Handwerkszeug ein echtes .NET-Programm, den Editor SharpDevelop (Open Source unter der GPL).

Willi Breitwieser - XML

Nachdem im vorigen Vortrag im Zusammenhangm mit .NET schon an vielen Stellen das Stichwort XML gefallen ist, kommt XML-Experte Willi Breitwieser genau recht, um uns mehr zu diesem Thema zu verraten. Leider gelingt es ihm nicht ganz seinen Vortrag so strukturiert zu präsentieren, wie eine XML-Datei, die in ihr enthaltenen Daten. Bei den vielen Stärken und Feinheiten von XML, die Willi uns erklärt, wird der große Nutzen, den XML auch für Access-Entwickler haben kann, leider nicht sofort in vollem Ausmaß deutlich.

Samstag Abend

Nach den Vorträgen geht's zum gemeinsamen Abendmal in das "Bratwurst Röslein" in der Nürnberger Innenstadt. In gemütlicher Atmosphäre hat man Gelegeheit viele der Leute persönlich kennenzulernen, die man sonst nur dem Namen nach aus der Newsgroup kennt.

Viele der Konferenzteilnehmer lassen es sich nicht nehmen, anschließend noch weiter in der Hotelbar beisammen zu sitzen und dort den Abend ausklingen zu lassen. Wenn die Hotelbar auch diesen Abend etwas später schließt, so finden das doch noch einige der verbliebenen Gäste zusammen und leisten der "Aufforderung" des Barpersonals folge und plündern gemeinsam noch die Minibars ihrer Zimmer...

Sonntag 07.10.2001

Uwe Ricken - T-SQL

Die bleierne Müdigkeit nach der langen Nacht ließ mich leider die erste Hälfte des Vortrags versäumen. Doch besonders all diejenigen, bei denen die Nacht recht lang gewesen ist, durften sich über Uwe Ricken als Referenten am frühen Morgen glücklich schätzen. Fulminant und energetisch, als hätte man ihm seine morgentliche Kaffeeration intravenös injiziert, präsentiert uns Uwe die Sprache Transact-SQL des MS-SQL-Servers. Ob Einsteiger, Umsteiger oder Profi, jeder Zuhörer konnte sicherlich noch etwas Nützliches hinzulernen, denn neben den obligatorischen Basisc hat Uwe auch den ein oder anderen Geheimtipp aus seiner Trickkiste hervorgezaubert. Neben all den technischen Informationen, war der Vortrag aber auch wegen seinem unvergleichlichen Unterhaltungswert einer der Höhepunkte der diesjährigen AEK.

Michael Reitz - Inno-Setup

Jeder professionelle Entwickler kennt das Problem: Die Anwendung ist endlich fertig entwickelt und soll nun distributiert werden. Bei umfangreichen und komplexen Projekten ist der Package and Deployment-Wizard der ODE-Tools schnell überfordert. Michael stellt uns in seinem Vortrag das Inno-Setup, eine kostengünstige Alternative zu den zahlreichen recht teueren, professionellen Setup-Tools auf dem Markt, ausführlich vor. Schwerpunkt des Vortrags liegt auf dem grafischen Skript-Wizard IS-Tool, mit dem man sein Inno-Setup-Paket bis in letzte Detail konfigurieren kann. Die eigentliche Skritp-Syntax sowie der konkrete Bezug zu Access kommen demgegenüber leider ein wenig zu kurz.

Harald Langer - Bilder in Access

Man mag sich fragen, was Bilder in Datenbanken verloren haben. Harald Langer hat einig gute Anworten auf diese Frage parat. Charmant und sympathisch präsentiert er uns, wie man bestehende Bildarchive in eine Access DB einlesen und in Formularen oder Berichten darstellen kann. Wie so oft liegt das Problem dabei weniger bei der Aufgabe an sich, sondern bei dem teilweise etwas eigenwilligen Verhalten von Access, doch Harald hat für beinahe jedes mögliche Problm einen Workaround parat. Trotz der knappen Zeit, zeigt uns Harald auch, wie man aus Access heraus Bilder scannen und in der DB archivieren kann.

Andreas Bogner - EDV-Veträge

Während diesem Vortrag stand ich selbst bereits im Stau auf der Autobahn zurück in Richtung FfM, daher Folgendes nur aus zweiter Hand.

Rechtsanwalt Andreas Bogner fühlte sich zu Begin seines Vortrages bei uns Accessler wohl erstmal etwas deplaziert und unsicher. Doch sobald die ersten Fragen zu seinem Fachgebiet kamen, war das Eis gebrochen und es entwickelte sich eine lebhafte Fragerunde zu allen Bereichen des EDV-Vetragsrechts, die auch über das knappe Zeitlimit noch lang hätte fortgesetzt werden können.

Fazit:

Neben den professionellen Vorträgen zu vielen interessanten und praxisnahen Themen, die man als Access-Entwickler nicht ignorieren kann, zu einen sehr günstigen Preis, bietet die AEK ihre ganz eigene Atmosphäre durch das Zusammentreffen der APPler und Newsgroupler, die man sonst auf keiner anderen Entwickler-Konferenz findet. Mir persönlich hat es dieses Jahr, genau wie auch im letzten Jahr, sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die AEK im nächsten Jahr, zu der ich mit Sicherheit wieder kommen werde, wenn es sich nur irgendwie einrichten läßt.

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